uhaft

Mit der Gründung der meracon wurde diese in den Arbeitskreis U-Haftvermeidung des Niedersächsischen Landesamtes aufgenommen. Der Arbeitskreis wurde 1997 zur Umsetzung des gemeinsamen Grundkonzeptes d. MJ u. d. MK zur einstweiligen Unterbringung von Jugendlichen in geeigneten Einrichtungen der Jugendhilfe gegründet.

Rechtliche Grundlage für die einstweilige Unterbringung stellen die §§ 71, Abs. 2 und 72, Abs. 4 JGG dar. Demnach kommt diese Art der U-Haftvermeidung und –verkürzung dann in Betracht, wenn eine erzieherische Notwendigkeit besteht, die Jugendlichen vor einer Gefährdung ihrer Entwicklung zu bewahren oder wenn die Voraussetzungen eines Haftbefehlerlasses vorliegen.

Diese alternative Form der U-Haft innerhalb der Jugendhilfe soll dazu dienen, die Zeit bis zum Abschluss des Verfahrens in erzieherischer Hinsicht sinnvoll zu nutzen, bei gleichzeitiger Sicherung des Strafverfahrens als Folge intensiver pädagogischer Betreuung.

Die meracon hält im Rahmen der Jugendhilfe ein geeignetes Leistungsangebot vor, indem sie 

  • die Jugendlichen bis zur Verhandlung fachlich begleitet;
  • schulische/berufliche Perspektiven entwickelt;
  • eine Diagnostik/Clearing durchführt;
  • individuelle soziale Kompetenzen fördert;
  • die Auseinandersetzung mit den begangenen Straftaten sowie die Reflexion der diesbezüglichen individuellen Verantwortungsanteile führt;
  • eine Anschlussmaßnahme plant.

Aufnahmen im Rahmen der U-Haftvermeidung/–verkürzung können im Rahmen der Mobilen Betreuung sowohl in Wohnungen der Hilfestationen Wilhelmshaven oder der Hilfestation Oldenburg, als auch in der Kinder- und Jugendschutzstelle Wilhelmshaven erfolgen.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven, Oldenburg und
       Delmenhorst
>>> Kinder- und Jugendschutzstellen Wilhelmshaven
>>> Jungen- und Männerkriseninterventionsstellen Wilhelmshaven,
       Oldenburg und Delmenhorst

 

U-Haft-Vermeidung und -Verkürzung

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