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zetel_neu1Plätze
In der Wohngruppe wird es sechs Plätze für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren geben, die dort einen realen sicheren Ort erleben sollen und über förderliche und sinnvolle Strukturen und über eine entsprechende Haltung und Qualifizierung der dort tätigen Mitarbeiter stabilisiert werden sollen.

Pädagogische Arbeit
Ein wesentliches Ziel der pädagogischen Arbeit ist es auch in den Fällen, in denen es dem Schutz der Kinder nicht entgegenspricht, mit den Eltern und anderen wichtigen Angehörigen und Teilen des sozialen Umfeldes zu arbeiten um hier Verständnis für deren Verhaltensweisen zu erreichen und Handlungskompetenzen zu fördern, um ein Umfeld zu schaffen, welches die Stabilisierung unterstützt. Die familiären und sozialen Bindungen der Kinder- und Jugendlichen sind durch deren Verhaltensweisen in der Regel stark belastet, da sie häufig ausschließlich als destruktiv und sogar „verrückt oder krank“ empfunden werden.

In der pädagogischen Arbeit wird daher großen Wert darauf gelegt, diese Verhaltensweisen als „normale und nachvollziehbare Reaktionen auf ungewöhnliche und extrem belastende Situationen zu begreifen“ und die positive Absicht dahinter zu erkennen. Dies wirkt sowohl für die Betroffenen als auch für ihr Umfeld sehr entlastend und verhindert Abwertungen und Schuldzuweisungen. Außerdem bietet dieses „Refraiming“ (Umdeuten), alternativ konstruktivere Strategien zu erarbeiten und nachhaltig zu trainieren um die gewünschten Ziele zu erreichen, die häufig die Absicht der Distanzierung und der Heilung des traumatischen Geschehens verfolgen oder aber physische und/oder psychische Erinnerungen darstellen. So ist auch die Identifizierung entsprechender Auslöser (Trigger) Teil der pädagogischen Arbeit.

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen gestaltet sich sehr intensiv und bringt Pädagogen in vielerlei Hinsicht an eigene Grenzen – Sekundär- traumatisierungen, das Wideraufleben eigener traumatischer Erfahrungen und der Umgang mit Übertragungen seien hier nur beispielhaft genannt. Dieser Umstand erfordert auch für die Pädagogen ein gut strukturiertes und inhaltlich stützendes Supportsystem. Hierzu gehören das Training eigener Distanzierungsstrategien und traumaspezifische Reflektion/Unterstützung durch die pädagogische Leitung der meracon, dem Psychologisch Therapeutischen Dienst der Stiftung und Supervision.

Personal
Hausleitung der Wohngruppe „Blauhand“ wird ein Mitarbeiter, der bereits seit einigen Jahren in der Kinder- und Jugendschutzstelle in Wilhelmshaven tätig ist und auch bereits eine Ausbildung zum Traumapädagogen/ Traumaberater absolviert hat und dieses „Knowhow“ und seine langjährige berufliche Praxis in der Heimerziehung in den Aufbau und die Praxis der Einrichtung einbringen wird.

Die pädagogischen Mitarbeiter der Wohngruppe werden zu Beginn ihrer Tätigkeit durch die meracon in den Grundlagen der Traumapädagogik geschult werden. Langfristig ist jedoch geplant, allen Teammitgliedern eine umfassende traumapädagogische Zusatzqualifikation zu ermöglichen.

Zusätzlich zu den im Betreuungsdienst tätigen Mitarbeitern wird eine traumapädagogische Fachkraft eingestellt, die mit den Kindern und Jugendlichen gezielt traumapädagogische Interventionen zur Stabilisierung, wie z.B. Imaginationsübungen im Einzel- und Gruppenkontext trainiert und über die Teilnahme an den Mitarbeiterbesprechungen und Supervisionen den Transfer dieses Trainings in den pädagogischen Alltag gewährleistet und die eigene Tätigkeit reflektiert. Diese Tätigkeit in der Praxis vom Betreuungsdienst abzukoppeln ist sinnvoll, da sich im Alltag oft Konflikte ergeben und viel Spontanität gefragt ist, die oft die Struktur und die Ruhe/Entspannung für dieses Stabilisierungstraining boykottieren.

Die Bedingungen des Hofes bieten jedenfalls umfassende Ressourcen zur Entfaltung von viel Kreativität. So gibt es neben den Entfaltungsmöglich- keiten im Haus zusätzlich einen Garten, eine Weide und viel Platz in dem zum Haus gehörendem Scheunenbereich.

Traumapädagogische Wohngruppe Blauhand

meracon gGmbH
Wohngruppe Blauhand
Ellens 2
26340 Zetel

Tel.: 0 44 53 - 9 78 91 25
Fax: 0 44 53 - 9 85 89 97
E-Mail: wg-blauhand@meracon.de

Robert Schriever
geb. 1967, ist Hausleitung der Wohngruppe Blauhand.

Basisqualifikation:
Erzieher

Zusatzqualifikationen:
Beziehungsarbeit mit Jungen; Traumapädagoge (zptn)

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