Pragmatische Familienhilfe

Familienhilfe kommt immer dann zum Einsatz, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl der in der Familie lebenden Kinder gefährdet ist.

In der Regel versuchen dann pädagogische Fachkräfte die Eltern zu befähigen, ihre elterliche Sorge in vollem Umfang wahrzunehmen.

Wenn aber Familien in so desolaten Wohnverhältnissen leben, dass diese allein schon das Wohl der Kinder massiv gefährden, gilt es zunächst, die Familien dabei zu unterstützen, eine angemessene Wohnsituation zu gestalten, eine finanzielle Grundsicherung herzustellen und die strukturellen Erfordernisse einer angemessenen Betreuung und Versorgung der Kinder zu ermöglichen.

Oftmals haben sich desolate Wohnverhältnisse über Jahre etabliert und betroffene Familien sind dann häufig nicht mehr in der Lage, die bestehende Situation grundlegend zu verändern, finanzielle Krisen anzugehen und einen kindgerechten Alltag zu organisieren. Diese Not zu beseitigen, und somit die Grundbedürfnisse der Kinder sicher zu stellen, stellt aber eine unbedingte Grundlage für fachliche sozialpädagogische Interventionen dar:

  • Wer aus Überforderung aufgegeben hat,
  • Angst hat die Wohnung zu verlieren,
  • Erhebliche finanzielle Nöte hat,
  • Sich für seine Lebensumstände schämt,

ist nicht in der Verfassung, sich übergeordneten Themen zu widmen.

Die „PF“ schafft hier, durch den Einsatz von Nicht-Fachkräften im pädagogischen Sinne, Abhilfe. Flankierend können auch pädagogische
Fachkräfte im Kontext von Sozialpädagogischer Familienhilfe eingesetzt werden, aber auch wenn dies nicht der Fall ist, ist gewährleistet, dass die sogenannten „Sozialhelfer“ ihre Arbeit im pädagogischen Team und in der Supervision reflektieren können.

Die Leistungen der PF erfolgen als direkte Hilfe, beinhalten aber immer auch ein Coaching der betroffenen Eltern(-teile), um zu ermöglichen, dass diese im Anschluss an die PF einen gewissen Standard halten können:

  • Renovierungsarbeiten
  • Kleinere Reparaturen
  • Reinigung der Wohnung
  • Entrümpelung u. Müllentsorgung
  • Sicherstellung einer kindgerechten Hygiene
  • Ersatzbeschaffung von Einrichtungsgegenständen
  • Sicherstellung einer angemessenen Haushaltsführung
  • Sicherstellung einer angemessenen Tagesstruktur
  • Behördengänge
  • Finanzreglung und weitere Planung
  • Angemessenes Haushalten mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
  • Sicherstellung einer angemessenen Wohnsituation
  • Anbindung an relevante Angebote aus dem Sozialraum
  • Anbindung der Kinder an Krippen, Kindergärten und Schule
  • Anbindung an eine angemessene medizinische Versorgung
  • Individuelle Anforderungen lt. gemeinsamer Hilfeplanung.

Die Leistungen der PF erfolgen als direkte Hilfe für und mit den Familien, beinhalten immer auch ein Coaching der betroffenen Eltern(-teile), um zu ermöglichen, dass diese im Anschluss an die PF einen gewissen Standard halten können.

Mit Hilfe der Sozialhelfer erhalten diese Familien Unterstützung in Form einer Anleitung und pragmatischer Unterstützung bzw. auch durch das modellhafte Lernen zum Bewältigen der anstehenden Aufgaben. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

>>> Hilfestationen Wilhelmshaven Nord und Süd, Oldenburg und
      Delmenhorst

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