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mob_3Bei der mobilen Betreuung handelt es sich um eine stationäre Betreuungsform von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Einzelwohnungen leben. Neben in der Regel täglichen persönlichen Kontakten ist über eine „Rund-um-die Uhr“ Bereitschaft eine ständige Erreichbarkeit der Pädagogen gesichert. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Betreuungsform sind besonders vielseitig, da das Setting den Pädagogen erlaubt, die Betreuungsstrukturen und -inhalte individuell an die Bedürfnisse der Jugendlichen anzupassen:

Alternative zur Betreuung innerhalb von Gruppen
Nicht selten zeigen Jugendliche Verhaltensweisen wie Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch, Gewalt und Delinquenz in einer Intensität, welche die Möglichkeit einer Betreuung im Rahmen einer Gruppe sprengen. Die Mobile Betreuung kann in diesem Zusammenhang die Möglichkeit bieten, diese Verhaltensweisen zu bearbeiten, ohne auf andere Gruppenmitglieder Rücksicht nehmen zu müssen. Hierdurch können Abbrüche vermieden werden, da die Toleranzgrenze von Betreuern und dem Umfeld sehr hoch ist und pädagogische Strategien langfristig verfolgt werden können. Es gibt also zunächst keine Ausschlusskriterien, wobei im Falle psychischer Problemlagen oder Suchtmittelabhängigkeiten entsprechende Fachdienste einbezogen werden.

Insbesondere auf diesen Personenkreis bezogen gilt die Grundhaltung, sich eindeutig und konsequent von z.B. illegalen Verhaltensweisen zu distanzieren und auf diese zu reagieren.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven, Oldenburg und
       Delmenhorst;
>>> Jungen und Männer Kriseninterventionsstellen Wilhelmshaven,
      Oldenburg und Delmenhorst



Intensive Verselbständigung
Insbesondere nach längerfristigen Aufenthalten in Wohngruppen stellt er der Wechsel in eine Einzelwohnung für viele Jugendliche eine große Herausforderung dar. Die Intensität der Mobilen Betreuung kann einen wichtigen Zwischenschritt bis zum Einsatz einer ambulanten Betreuung darstellen.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven, Oldenburg und
       Delmenhorst

 

U-Haftvermeidung und –verkürzung
Informationen über das Angebot der U-Haftvermeidung und -verkürzung finden Sie hier.

 

mob1Anonyme Unterbringung
Die Einsatzmöglichkeiten der Mobilen Betreuung kommen auch dann zum Tragen, wenn Jugendliche anonym untergebracht werden müssen. Das Angebot der Hilfestationen und der Kriseninterventionsstelle richtet sich zum einen an männliche Jugendliche und junge Männer, die aufgrund einer (drohenden) Zwangsheirat oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von Verfolgung und Gewalt durch ihre Familien bedroht sind. Zum anderen richtet sich das Angebot aber auch an Mädchen und junge Frauen, die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind und verselbständigt werden. Darüber hinaus kann dieses Angebot eine Alternative für die Mädchen und jungen Frauen darstellen, die die speziellen Regeln zur Wahrung der Anonymität einer Schutzeinrichtung nicht einhalten können oder wollen.

In der Arbeit mit den Betroffenen geht es zunächst um die Schaffung eines sicheren Rahmens und um die Stärkung des Selbstbewusstseins. So ist eine unserer Hauptaufgaben, die jungen Menschen in der Wahrnehmung und Reflexion ihrer Fähigkeiten und Stärken zu begleiten, zu unterstützen und zu ermutigen. Ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die gemeinsame Perspektivplanung.

Da die jungen Menschen in unterschiedlichen Kulturen aufwachsen,gehört auch die Auseinandersetzung mit den kulturell unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten und die Entwicklung eines eigenen Standpunktes zu unserer Arbeit.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven, Oldenburg und
       Delmenhorst

Weitere Informationen zur anonymen Unterbringung von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund, die von Zwangsheirat und/oder anderer psychischer und physischer Gewalt bedroht oder betroffen sind, finden sie hier.

 

mob2Mutter-Kind-Betreuung
Wir bieten die Möglichkeit, 2 Mädchen und/oder junge Frauen mit Kind im Alter von 16-23 Jahren im Rahmen der Mobilen Betreuung nach § 19 SGB VIII aufzunehmen und zu betreuen. Das Angebot der Mutter-Kind-Betreuung richtet sich an junge Mädchen, die durch die Schwangerschaft/ Geburt des Kindes in eine Krise geraten sind und nicht in ihrem Herkunftssystem oder mit ihrem Partner zusammenleben können. Sie sind mit der Situation der Schwangerschaft und/oder mit der Pflege und Erziehung des Kindes derzeit überfordert und benötigen Unterstützung.

 >>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven
 

sleep_inSleep in
Im Rahmen der Mobilen Betreuung wurde das Angebot um die Möglichkeit eines „Sleep in“ erweitert. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit, Jugendliche, die derzeit obdachlos/wohnungslos sind und sich bisher nur sporadisch auf Jugendhilfeangebote eingelassen haben, einen Schlafplatz anzubieten. Die Anforderungen an die Kooperation der Jugendlichen werden auf ein Mindestmaß reduziert. Gleichzeitig wird aber auch über eine Bezugsbetreuung, der Kontakt zu dem Jugendlichen intensiviert, um langsam eine Beziehung aufzubauen und den Jugendlichen pädagogisch zu erreichen. Diese Form der Hilfe eröffnet den Jugendlichen, die für Jugendhilfe und Eltern nicht mehr erreichbar sind, die Chance Perspektiven zu entwickeln.

Auch diese Form der Mobilen Betreuung hat bereits in der bisherigen pädagogischen Praxis Wirkung gezeigt.

>>> Hilfestationen Nord und Süd Wilhelmshaven

Mobile Betreuung (MOB)

Bezugsbetreuung
Wochentags finden in der Regel täglich persönliche Kontakte mit den nach dem Bezugsbetreuersystem arbeitenden Pädagogen statt, die auch als Hauptansprech-
partner für Eltern, das Jugendamt und andere beteiligte Institutionen und Personen fungieren. Darüber hinaus werden zusätzlich an Feiertagen und in den Ferienzeiten Angebote vorgehalten. Weiterhin ist eine „Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft“ eingerichtet, so dass im Bedarfsfall jederzeit ein Pädagoge erreicht werden kann.


Fachlichkeit - Reflexion - Kooperation
Um den unterschiedlichen Problemlagen der Jugendlichen adäquat zu begegnen, sind systemische, ressourcenorientierte und traumapädagogische Ansätze fester Bestandteil pädagogischer Strategien und Interventionen. Zusätzlich erfolgen Kooperationen mit dem Psychologisch-Therapeu-
tischen Dienst der IFI Stiftung und mit externen Fach-
diensten. Auch die regelmä-
ßige Supervision dient der Fachlichkeit der pädagogi-
schen Arbeit.


Soziale Vernetzung
Die Hilfestationen dienen den Jugendlichen als Anlaufstellen. Hier haben die Pädagogen auch ihre Büros, in entsprechenden Funktionsräumen finden verschiedene Gruppen-
angebote statt. Diese dienen sowohl der Erweiterung sozialer und lebensprakti-
scher Kompetenzen, als auch der Förderung konstruktiver Freizeitaktivitäten und der Schaffung von Tages- bzw. Wochenstruktur.

Gleichzeitig werden die Jugendlichen dazu angehalten und dabei unterstützt, sich vor Ort, z.B. durch Beitritt in Sportvereine, zu vernetzen.

Sowohl die Hilfestationen Wilhelmshaven als auch die Hilfestation Oldenburg bieten diese Art der intensiven Betreuung an
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